100 Jahre

Musikkapelle Irmgarteichen 1918 e.V.

 

 

 

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Rückschau

 

Jubiläumskonzert am 03. März 2018

 

 

 

Siegener Zeitung - Ausgabe 05.03.2018

 

Auf solidem Fundament

Irmgarteichen  Musikkapelle läutete Jubiläumsjahr mit einem festlichen Konzert ein

EINEN EINDRUCKSVOLLEN QUERSCHNITT AUS IHREM REPERTOIRE LIESS AM SAMSTAGABEND DIE MUSIKKAPELLE IRMGARTEICHEN (LEITUNG: VOLKER ERMERT) IN DER PFARRKIRCHE ST. CÄCILIA HÖREN. FOTO: CIU

Hubert Graben zeichnete die wechselvolle Geschichte des Vereins nach.

Ciu ■  „Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren.“ Dieser ebenso wahre wie mit viel Hoffnung behaftete Satz Albert Schweitzers, den die Musikkapelle Irmgarteichen beim Jubiläumskonzert (zum kleinen Nachtstück „Abendmond“) über das Gedenken an die Vorangegangenen stellte, hallte im Verlauf des Samstagabends in der Pfarrkirche St. Cäcilia vielfach wieder. Denn das, was das Blasorchester heute präsentieren kann, gründet auch auf dem guten Boden, den die Väter des Vereins in 100 Jahren bereitet haben. Und so verquickte sich die Erinnerung an das Gestern mit dem musikalischen Vermögen von Heute – und einen Ausblick auf ein tatsächlich mögliches Morgen gab es mit dem Intermezzo von Unisono Siegerland (s. Infokasten) auch.

Das knapp zweieinhalbstündige Programm begann mit einer bewegenden Inszenierung: Mit „Des großen Kurfürsten Reitermarsch“ zog die Musikkapelle in die abgedunkelte Kirche ein, hielt einen Moment inne, um dann im Rund des Altarraums Platz zu nehmen. Von hier aus boten die Musikerinnen und Musiker im Verlauf des Abends unter Leitung des fachlich und pädagogisch hoch versierten Dirigenten Volker Ermert eine feine Werkauswahl, die zeigte, welch stilistische Bandbreite das Repertoire des Orchesters ausmacht. Da waren Anklänge an die klassische Musik zu vernehmen (Auszüge aus Dvořáks „Aus der neuen Welt“ und die „Kleine Ungarische Rhapsodie“ von Alfred Bösendorfer), klangfarbenreicher Pop („Highlights from ,Chess‘“), es gab Marsch und Polka und auch ein Stück von Jacob de Haan, „Oregon“, bei dem die Kapelle Wildwestatmosphäre ins Gotteshaus brachte. Ohne Zweifel ein Höhepunkt im musikalischen Teil des Programms war die „Pavane In Blue“ (Ted Huggens), mit der das Orchester auf der Basis seines soliden Blechfundaments und des dezent eingesetzten Schlagzeugs einen schönen klanglichen Bogen schlagen konnte – Flügelhorn- und Altsaxophon-Solo inklusive.

Zu jedem der musizierten Werke gab es begleitend eine Fotografie- oder Grafik-Projektion an der Wand; zeichnete Hubert Graben die Geschichte des im Herbst 1918 gegründeten Vereins nach, unterstrichen an dieser Stelle historische Aufnahmen das Gesagte. Graben erinnerte an die Jahre des Aufbaus und Aufbruchs, würdigte das wegweisende und auch kontinuierliche Schaffen von Vorsitzenden und Dirigenten, hatte die ein oder andere Anekdote auf Lager (wie die von der hindernisreichen Busfahrt nach Hirzenhain) und zudem Wissenswertes zu den aufgeführten Werken. Am Ende gab es für den kenntnisreichen Vortrag Grabens, Urgestein und langjähriger Verantwortungsträger, großen, dankbaren Applaus.

Wortbeiträge lieferten auch die beiden Schirmherren der Jubiläumsfeierlichkeiten. So verwies Netphens Bürgermeister Paul Wagener auf den Pioniergeist, den Mut und das Engagement, die sich allesamt in der Vereinsgeschichte zeigten; Paul Schöttler (ehemals Ortsvorsteher Irmgarteichens) stellte in seiner pointierten Rede das Vermögen der Kapelle heraus, Tradition zu pflegen, dem Fortschritt verpflichtet zu sein und auch Innovation zu wagen. Unter den Ehrengästen, die Vorsitzender Karl-Heinz Kölsch zu Beginn begrüßt hatte, war neben vielen Vereinsvertretern auch MdB Volkmar Klein.

Gerne ließ sich die Musikkapelle nach dem rasanten „Säbeltanz“ von Aram Chatchaturjan zur Zugabe bitten und bewegte mit „Hornblowers Farewell“ ein weiteres Mal. Mit Marschmusik-Klängen entließ sie ihr Publikum – und mit der (zuvor von Gregor Kölsch formulierten) Einladung, am 7./8. September das 100-Jährige weiter zu feiern: beim Festkommers mit Feuerwerk(smusik), mit einem Festgottesdienst und einem Stimmungsabend mit „Public Singing – Public Music“.

 

 

 

 

 

 

SWA - Ausgabe Mittwoch, den 28.02.2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Siegener Zeitung - Ausgabe 02.03.2018

 

 

 

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